Podcast mit Laura – Teil 1: Die andere Seite des Magenbypasses

Podcastgespräch mit Laura – Teil 1 jetzt auf Spotify anhören

Manchmal zeigt sich die wahre Geschichte eines Eingriffs erst danach.

Nicht in den ersten Tagen, wenn alles noch frisch ist, sondern Monate später, wenn der Körper beginnt zu sprechen.

Leise. Dringlich. Und oft unbeachtet.

Dieser Beitrag gehört zu meiner Podcastfolge #1 „Laura – Die andere Seite des Magenbypasses“

Wenn der Wunsch nach Gesundheit zum Kampf wird

Laura ist 31 Jahre alt. Eine liebevolle Mutter, Partnerin und eine Frau mit einer Stärke, die man nicht sieht, man spürt sie. Vor zweieinhalb Jahren entschied sie sich für einen Magenbypass.

Der Wunsch war klar: weniger Gewicht, mehr Lebensqualität, endlich wieder Wohlbefinden. Doch was als Neubeginn gedacht war, wurde zum Wendepunkt ihres Lebens. Denn die Operation brachte nicht die erhoffte Freiheit, sondern eine Kette von Beschwerden, die ihr den Boden unter den Füssen wegrissen.

pcos ausschlag

Wer ist Laura?

Laura arbeitet als Fachangestellte Gesundheit. Sie liebt die Natur, trinkt Kräutertee und schreibt täglich in ihr Symptomtagebuch, in der Hoffnung, dass jemand die Zusammenhänge erkennt.

Schon vor der Operation hatte sie gesundheitliche Themen:

PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom) – eine hormonelle Störung, die Zyklus, Haut und Stoffwechsel beeinflusst.

Chronische Urtikaria (Nesselsucht) – allergische Hautreaktionen, die sie immer wieder belasten.

Trotzdem entschied sie sich für den Eingriff. Sie wollte aktiv etwas verändern. Ärzte und Chirurgen gaben ihr Hoffnung. Doch die Realität war eine andere.

Nach der OP – Wenn der Körper rebelliert

Schon kurz nach dem Eingriff begann Lauras Körper zu reagieren. Zuerst waren es nur kleine Anzeichen von Unwohlsein, Völlegefühl, Kreislaufprobleme.

Doch bald traten heftige Symptome auf:

Hitzewallungen und Zittern

Durchfälle

Schwindel

Übelkeit

Herzrasen

dumping syndrom

Laura entwickelte das sogenannte Dumping-Syndrom. Eine Folge, bei der Nahrung zu schnell in den Dünndarm gelangt oder durch die vermehrte Insulinreaktion eine Unterzuckerung kommt. Ihr Blutzucker stieg rasant an und fiel dann plötzlich ab. Der Körper reagierte mit Panik, Schwitzen, Schwächeanfällen.

Stell dir vor, du isst ein Stück Brot – und Minuten später hast du das Gefühl, du brichst zusammen.

Mehrmals am Tag kämpfte Laura mit diesen Anfällen. Sie verlor Gewicht, Energie und Vertrauen in ihren Körper. Hinzu kamen SIBO – eine bakterielle Fehlbesiedelungen im Dünndarm, die nach Operationen häufig auftreten.

Blähungen, Schmerzen, Durchfälle, Verstopfungen, ein täglicher Begleiter. Und irgendwann, leise und schleichend, kam die Angst.

Angst vor dem nächsten Essen. Angst vor Symptomen. Angst, die Kontrolle zu verlieren.

magenbypass darmtherapie

Wenn Angst den Appetit ersetzt

Laura begann Mahlzeiten auszulassen. Nicht, weil sie abnehmen wollte, sondern aus purer Angst vor Reaktionen. Essen wurde zur Bedrohung. Und so entstand langsam eine Essstörung, die nichts mit Schönheitsidealen zu tun hatte, sondern mit Überforderung und Verzweiflung.

Ärzt:innen sagten ihr: „Das ist normal nach der Operation.“ „Sie müssen einfach Ihre Ernährung anpassen.“ Aber niemand sah, wie sehr sie kämpfte. Wie sie versuchte, alles richtig zu machen und doch jeden Tag verlor.

Wenn Zuhören zur Therapie wird

Eines Tages kam Laura zu mir in die Praxis. Müde. Erschöpft. Mit leisen Worten sagte sie: „Ich weiss nicht mehr weiter. Aber ich will nicht aufgeben.“ Dieser Satz war ihr Wendepunkt. Ich hörte ihr zu ohne Bewertung, ohne Diagnoseblick. Denn es ging nicht um Disziplin oder Ernährungstabellen. Es ging darum, ihren Körper wieder zu verstehen.

Wir starteten sanft:

Eine Stuhlanalyse, um ihr Mikrobiom zu verstehen

Unterstützung der Leber

Bitterstoffe und Enzyme

Kleine, verträgliche Mahlzeiten

Und immer mit Blick auf Psyche, Hormone und Alltag

Laura lernte, wieder Vertrauen aufzubauen, in sich, in ihren Körper, in ihren Weg.
stuhlanalyse

Mehr als eine Geschichte – ein Spiegel für viele

Lauras Geschichte steht für viele andere. Denn der Magenbypass wird oft als einfache Lösung gesehen, aber kaum jemand spricht über die andere Seite:

hormonelle Dysbalancen
Nährstoffmangel
Verdauungsprobleme
psychische Belastung
und das Gefühl, allein gelassen zu sein

Ich wünsche mir mehr Aufklärung, mehr Mitgefühl und mehr ganzheitliche Begleitung für Betroffene. Denn kein Mensch sollte mit solchen Beschwerden allein bleiben müssen.

Mut, Fragen zu stellen

Diese Geschichte ist keine Abschreckung. Sie ist ein Aufruf zum Hinhören, auf den eigenen Körper, auf das eigene Bauchgefühl. Denn wer die Signale versteht, kann seinen Weg bewusster gehen.

Laura geht ihn weiter, Schritt für Schritt.

Mit Vertrauen, mit Mut und mit Begleitung.
magenbypass darmtherapie

Gemeinsam für dein besseres Bauchgefühl

Wenn du dich in dieser Geschichte wiederfindest, begleite ich dich gern. Ich arbeite ganzheitlich mit Blick auf Körper, Seele, Hormone und Darm. In meiner Praxis in Kestenholz oder online.

Bauchgeflüster Nadine
Nadine Camenzind

ganzheitliche Gesundheit

Vielleicht sehnst du dich danach, endlich jemanden an deiner Seite zu haben, der wirklich versteht, wie belastend ein rebellischer Bauch sein kann. Jemanden, der nicht nur Symptome sieht, sondern dich – mit deiner Geschichte, deinen Sorgen und deinem Wunsch nach einem Leben, das sich wieder leicht anfühlt.

Genau hier beginnt unsere gemeinsame Reise: Du musst das nicht länger alleine herausfinden. Ich zeige dir, was dein Körper dir sagen möchte, und wir finden gemeinsam heraus, was dir wirklich gut tut. Schritt für Schritt, klar, liebevoll und auf Augenhöhe.

Wenn du bereit bist, wieder Vertrauen in deinen Bauch und deinen Körper zu gewinnen, bin ich da, um dich auf diesem Weg zu begleiten.

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