Podcast mit Laura – Teil 2: Wenn der Magenbypass das Leben auf den Kopf stellt

Podcastgespräch mit Laura – Teil 2 jetzt auf Spotify anhören

Manchmal beginnt alles mit Hoffnung.

Mit dem Wunsch, endlich wieder frei zu atmen, sich leicht zu fühlen, wieder leben zu können. Doch was, wenn genau dieser Schritt, der eigentlich alles besser machen sollte, plötzlich alles verändert?

Dieser Beitrag gehört zu meiner Podcastfolge #2 „Laura – Wenn der Magenbypass das Leben auf den Kopf stellt“.
Wenn du lieber hörst statt liest, findest du die Folge auf Spotify.

Ein neuer Anfang – so dachte Laura

Laura war voller Hoffnung. Nach vielen Jahren mit Übergewicht, Schmerzen und Scham fasste sie den mutigen Entschluss: Ein Magenbypass sollte ihr helfen, gesund zu werden. Endlich wieder leben. Endlich wieder sie selbst sein.

Doch schon kurz nach der Operation zeigten sich erste Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Zuerst waren es nur kleine Dinge, ein Völlegefühl hier, etwas Unwohlsein da. Mal Blähungen, dann wieder Verstopfung. „Ganz normal“, sagten die Ärzt:innen. „Der Körper muss sich erst anpassen.“ Also vertraute Laura. Sie glaubte an den Prozess, an die Heilung, an ihren neuen Weg.

Noch.

magenbypass

Wenn der Körper plötzlich fremd wird

Mit der Zeit wurde aus Unwohlsein eine Kette von Symptomen:

Kopfschmerzen.

Schwindel.

Haarausfall.

Stimmungsschwankungen.

Und eine tiefe, unerklärliche Erschöpfung.

Laura spürte: Irgendetwas stimmt nicht. Sie erkannte ihren eigenen Körper kaum wieder.

Doch immer wieder hörte sie dieselben Worte: „Das ist normal.“ „Ihr Körper gewöhnt sich schon dran.“

Aber er tat es nicht. Im Gegenteil, es wurde schlimmer.

Dumping – wenn der Blutzucker Achterbahn fährt

Laura begann zu recherchieren. Sie sprach mit anderen Betroffenen, las Erfahrungsberichte und stieß auf einen Begriff, der alles veränderte: Dumping-Syndrom. Vielleicht hast du den Begriff schon einmal gehört, vielleicht auch nicht.

Er beschreibt zwei Formen von Beschwerden, die nach einer Magenbypass-Operation auftreten können:

Frühdumping: Der Speisebrei rutscht zu schnell in den Dünndarm. Der Körper reagiert mit
  • Übelkeit
  • Völlegefühl
  • Herzrasen und Schweißausbrüchen
  • Kreislaufproblemen

Spätdumping: Etwa 1–3 Stunden nach dem Essen fällt der Blutzucker stark ab. Typische Symptome sind:

  • Zittern
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Reizbarkeit
  • Heißhunger
Laura hatte beides. Und das machte ihr Leben unberechenbar.

Essen wurde zur Angst. Jede Mahlzeit zum Risiko.

Der Körper ruft um Hilfe – aber niemand hört ihn

Um endlich Gewissheit zu haben, kaufte Laura sich einen Glukosesensor. Und was sie sah, erschreckte sie: Ihr Blutzucker schoss nach fast jeder Mahlzeit in die Höhe, um kurz darauf steil abzustürzen.

Sie ging erneut zu ihrer Ärztin, zeigte die Werte, beschrieb ihre Beschwerden. Doch wieder hörte sie nur: „Essen Sie weniger. Das pendelt sich schon ein.“ Aber Laura aß schon kaum noch. Sie fühlte sich leer, körperlich und seelisch.

blutzucker messen

Wenn Essen zur Angst wird

Mit der Zeit entwickelte sich aus Sorge eine Essstörung.

Laura wusste nicht mehr, was sie essen konnte, ohne Symptome zu bekommen. Sie begann, Mahlzeiten auszulassen, Kalorien zu zählen, Kohlenhydrate zu vermeiden. Jede Entscheidung über Essen wurde zur Qual. Gleichzeitig musste sie funktionieren: für ihr Kind, für ihren Mann, für den Alltag. Doch innerlich war sie erschöpft und verlor das Vertrauen in ihren Körper immer mehr.

Ein Leben zwischen Kontrolle und Kontrollverlust

Stell dir vor:

Du wachst auf und fühlst dich schon schwindlig

Du hast Angst vor dem Frühstück, weil du nicht weißt, wie dein Körper reagiert. 

Du schwitzt, dein Herz rast, du zitterst, nur, weil du ein paar Bissen gegessen hast.

So sah Lauras Alltag aus. Diese ständige Unsicherheit zermürbt. Sie zieht Energie, Freude, Vertrauen, bis kaum noch etwas bleibt.

Wenn Körper und Seele zusammenbrechen

Irgendwann konnte Laura nicht mehr. Sie war zu schwach, um ihr Kind in den Kindergarten zu bringen.

Sie hatte Angst, Auto zu fahren

Sie hatte Angst, einkaufen zu gehen
Angst vor der nächsten Unterzuckerung.

Sie zog sich zurück, mied Menschen, verlor Hoffnung. Und irgendwann, ganz leise, kam der Gedanke:

„Ich schaffe das nicht mehr.“
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Der Wendepunkt

Doch genau in diesem Moment, an ihrem tiefsten Punkt, entschied Laura, dass sie leben will. Sie begann, sich Hilfe zu holen. Ganzheitliche Hilfe, die nicht nur auf Zahlen schaut, sondern auf den ganzen Menschen.
Damit begann ihre Reise zurück, Schritt für Schritt, mit Rückschlägen, Mut und ganz viel Herz.

Wenn du dich in dieser Geschichte wiederfindest, bist du nicht allein.

Ich begleite Menschen mit ähnlichen Erfahrungen einfühlsam, ganzheitlich und mit Blick auf Körper, Seele und Alltag. In meiner Praxis in Kestenholz oder online.

Bauchgeflüster Nadine
Nadine Camenzind

ganzheitliche Gesundheit

Vielleicht sehnst du dich danach, endlich jemanden an deiner Seite zu haben, der wirklich versteht, wie belastend ein rebellischer Bauch sein kann. Jemanden, der nicht nur Symptome sieht, sondern dich – mit deiner Geschichte, deinen Sorgen und deinem Wunsch nach einem Leben, das sich wieder leicht anfühlt.

Genau hier beginnt unsere gemeinsame Reise: Du musst das nicht länger alleine herausfinden. Ich zeige dir, was dein Körper dir sagen möchte, und wir finden gemeinsam heraus, was dir wirklich gut tut. Schritt für Schritt, klar, liebevoll und auf Augenhöhe.

Wenn du bereit bist, wieder Vertrauen in deinen Bauch und deinen Körper zu gewinnen, bin ich da, um dich auf diesem Weg zu begleiten.

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